Helfender Flüchtling

Brunsbüttel (fan/rd) Die Egeb-Wirtschaftsförderung rät Unternehmen in der Region dazu, Flüchtlinge anzuwerben - ob als Praktikanten, Auszubildende oder gar als Angestellte.
Wie nützlich es sein kann, auf die betriebliche Unterstützung durch Flüchtlinge zu bauen, beweist die für Wirtschaftsförderung zuständige Entwicklungsgesellschaft (Egeb) selbst. Denn obwohl es sich nur um ein zweiwöchiges Berufspraktikum handelte, das Majd Al Moualem (22) aus Syrien absolvierte, frischte er in der kurzen Zeit die Exposés der freien Gewerbeflächen in Dithmarschen und Steinburg auf, die für Investoren vorgehalten werden.


Christian Holst, Betreuer dieses Projekts bei der Egeb, beschrieb die Aufgabe: Luftbilder zeigen natürlicherweise keine Grundstücksgrenzen, doch genau die identifizierte der Praktikant anhand weiterer Unterlagen weitgehend selbstständig in den Fotos und markierte die Grenzen mit Farbe.
Die Flächen können Interessenten dadurch viel anschaulicher und präziser präsentiert werden. Außerdem recherchierte Majd Al Moualem im Internet Marketinginstrumente für Wirtschaftsförderer. Schließlich bekam er auch noch einen Einblick in die Geschäftsfelder Logistik und Weiterbildung und besuchte verschiedene Veranstaltungen der Egeb-Wirtschaftsförderung. Majd Al Moualem erzählt von seinem Schicksal. Nach vier Semestern Jura-Studium flüchtete er über die Türkei nach Deutschland, kam erst ins Saarland, dann nach Neumünster und wohnt jetzt in Itzehoe. Am liebsten will er weiter Jura studieren oder zu Technik wechseln, muss dafür aber ein höheres Sprachniveau (C1) nachweisen können. Die Freizeit gehört dem Sport: Neben Fahrradfahren und Fußball gehört auch Taekwondo dazu.
Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau rät nach den guten Erfahrungen mit dem syrischen Praktikanten Unternehmern in der Region zu prüfen, ob sich der Einsatz von Flüchtlingen in ihren Betrieben ebenfalls lohnen könne. „Und die Sprachprobleme sind kleiner, als immer wieder gesagt wird“, sagt sie.
Obwohl der junge Syrer noch eine gewisse Scheu zeige, von sich aus aktiv ins Gespräch einzugreifen, gab er bei direkten Fragen alle seine Antworten in flüssigem Deutsch.
Überhaupt sei die Integration an der Westküste „gut gestartet“, ist Christian Holst nach mehreren internen und öffentlichen Veranstaltungen zu dem Thema überzeugt.
Daher rieten nach Darstellung der Egeb auch Handwerks- und Handelskammern sowie der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste längst dazu, Flüchtlinge in die Betriebe aufzunehmen - zumindest als Praktikanten oder auch als Auszubildende und Angestellte.

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Kommentare: 2
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