Offenes Nähen für Alle

Am letzten Samstag im Monat ab 14:00 Uhr treffen wir uns.

Bitte bei Anette Nöldecke (0157 55937406) nachfragen, ob noch genug Platz im I-Treff ist, zum Mitmachen.


Flüchtlingsfrauen laden ein zum Basar am Sa., 1. Dezember 2018

Der Basar beginnt am Sonnabend, 1. Dezember, um 11 Uhr im I-Treff, Koogstraße 20. Er dauert bis etwa 17 Uhr. Ein Ausstellungsraum mit genähten Artikeln sowie eine gemütliche Cafeteria laden zu ein paar gemütlichen Stunden ein. 

Hawa aus Afghanistan (links) und Rajaa aus Syrien nähen gemeinsam für den Basar am 1. Dezember. Bei der Arbeit verständigen sie sich auf Deutsch - und wenn das nicht klappt, mit Gesten.
Hawa aus Afghanistan (links) und Rajaa aus Syrien nähen gemeinsam für den Basar am 1. Dezember. Bei der Arbeit verständigen sie sich auf Deutsch - und wenn das nicht klappt, mit Gesten.

Wenn mittwochs nachmittags Flüchtlingsfrauen im I-Treff zusammenkommen, setzt sich ein Teil von ihnen an die vorhandenen Nähmaschinen. Die Frauen fertigen Taschen, Kissen und Kinderkleidung an. Seit mehr als einem Jahr treffen sie sich zusätzlich samstags zum Nähen. Betreut werden sie dabei von Anette Nöldeke. „Es macht Spaß. Außerdem haben wir dabei Gelegenheit, mit deutschen Frauen zu sprechen und auf diese Weise besser die deutsche Sprache zu erlernen“, sagt Rajaa Albaroudi. „Der Austausch mit anderen ist enorm hilfreich.“

Sie stammt aus Syrien und ist mit ihrer Familie vor dem Krieg dort nach Deutschland geflohen. Das ist etwa drei Jahre her. Seither hat sie Sprachkurse besucht . Zum Lernen und um andere geflüchtete Frauen zu treffen, geht sie regelmäßig in den I-Treff. Besonders aber gefällt ihr das Nähangebot. Rajaa Albaroudi hat in Syrien Philosophie studiert, zudem eine Ausbildung zur Schneiderin gemacht. „Allerdings ohne Zertifikat“, bedauert sie. Damals konnte sie nicht ahnen, einmal in Deutschland zu leben, wo das Handwerk ihr geholfen hätte, den Lebensunterhalt zu verdienen.

Hawa Yaufi aus Afghanistan ist gelernte Schneiderin. Ihre Tochter Melody, die die neunte Klasse der Brunsbütteler Gemeinschaftsschule besucht, hat auf der langen Flucht von Afghanistan nach Deutschland in der Türkei das Nähen gelernt und dort drei Jahre als Schneiderin gearbeitet. Im I-Treff genießen beide das Zusammensein mit anderen Frauen und die Möglichkeit, sich mit etwas Vertrautem zu beschäftigen. Genauso ergeht es Ilham Tamo, ebenfalls aus Syrien. Auch sie hat schon in Syrien geschneidert, vor allem schicke Kleidung für ihre drei Töchter genäht.

Irgendwann bei der Herstellung von Kissen, Decken, Taschen und Kleidung kam den Frauen die Idee, einen Basar im I-Treff zu organisieren. „Die Idee wurde ganz spontan geboren. Zum einen, weil die Frauen gern einen gemeinsamen Ausflug machen möchten und dafür Geld benötigen. Zum anderen, weil sie den Deutschen, die sie sehr freundlich aufgenommen haben, etwas zurückgeben wollen. Bei dem Basar möchten sie den deutschen Besuchern die Gelegenheit bieten, die Herkunftsländer der Flüchtlinge besser kennenzulernen“, erklärt Anette Nöldeke.

Besonders am Mittwochnachmittag kommt ein buntes Völkergemisch im I-Treff zusammen: Frauen aus Syrien, Afghanistan, der Türkei, aus Somalia und Eritrea. Sie tauschen sich aus über Behördengänge, Arztbesuche, das Schul- und Kindergartenangebot in Brunsbüttel. Sie geben sich gegenseitig Tipps und Ratschläge. Und sie alle bereiten den Basar vor. Wer nicht nähen kann oder mag, bietet Kuchen und Gebäck aus seiner Heimat an oder kocht arabischen Kaffee. Alles wird gegen eine Spende angeboten. Darunter auch genähte und gebastelte Sterne, die den gesamten I-Treff schmücken werden. Bezeichnend deshalb auch der Titel der Veranstaltung: Sterne für alle auf der Welt. „Wir wollen zeigen, dass man sich über Ländergrenzen hinweg gut verstehen kann. Egal welcher Kultur oder Religion man entstammt, wir sind alle Menschen. Da darf es keine Unterschiede geben“, sagt Ilham Tamo. Und: „Ich will nicht als Syrerin gesehen werden, sondern als Mensch, der gut mit anderen Menschen zusammenleben möchte.“

Stillkissen

Was liegt näher? Die werdende Mutter macht sich mal eben ein Stillkissen. Vorsichtshalber in blau und rosa.

Stirnbänder

Es war so kalt und Mama hat mal eben ein hübsches Stirnband genäht. Sogar mit Deko.

Sitzauflagen

Viele Handgriffe, jedoch mit vereinten Kräften sind die Stuhlkissen für den I-Treff fertig.


Kreative Damen

Taschen sind ein beliebtes Werk.

Baby Spielteppich

Wenn man mit der Häkelnadel umzugehen weiß, dann ist einem das schwere Garn gerade Recht. Ein Spielteppich der nicht so schnell ins rutschen kommt.

Baby Jacken immer wieder ein schönes Willkommen Geschenk für die ganz Kleinen. 

Kissenhüllen

Macht schon ein bisschen stolz, wenn das Ergebnis dann so schön geworden ist.